Gruppenzusatzqualifikation

Gruppenpsychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte und analytische Gruppenpsychotherapie

Beginn: Frühjahr 2026

Psychologische und ärztliche Psychotherapeuten können die sozialrechtliche Anerkennung (gemäß Psychotherapievereinbarung) und damit die Möglichkeit der Abrechnung ambulanter Gruppenpsychotherapie am IfP Potsdam erwerben. Teilnehmende benötigen dafür drei Schritte, die miteinander verbunden sind: Theorievermittlung (Theorie der Gruppe), Gruppenselbsterfahrung sowie die praktische Erfahrung, eine therapeutische Gruppe selbst geleitet zu haben, begleitet von regelmäßiger Supervision.

Die Weiterbildung ermöglicht die vertiefte Aneignung gruppenpsychotherapeutischer Kenntnisse und Kompetenzen, wie sie zur Durchführung tiefenpsychologisch fundierter und analytischer Gruppenbehandlungen erforderlich sind.

Neben der Zusatzqualifikation Gruppenpsychotherapie nach Psychotherapievereinbarung, die zur fachlichen Befähigung und der Möglichkeit der Abrechnung von Gruppenbehandlungen führt, besteht die Möglichkeit, eine vertiefende Weiterbildung in Gruppenpsychotherapie am Institut zu absolvieren. Diese Weiterbildung bietet neben der sozialrechtlichen Anerkennung die Möglichkeit, Mitglied im Fachverband psychodynamischer Gruppenpsychotherapeuten D3G zu werden.

Voraussetzungen

Voraussetzung für die Anerkennung einer gruppenpsychotherapeutischen Behandlungstätigkeit ist die Vorlage einer psychodynamischen (tiefenpsychologisch fundierte bzw. gruppenanalytische) Behandlungskonzeption sowie die Supervision von einem durch das IfP Potsdam anerkannten Supervisors. Für einen erfolgreichen Abschluss der Zusatzqualifikation muss nachgewiesen werden,

Für die vertiefende Weiterbildung zur Erlangung des Weiterbildungsabschlusses nach D3G Vorgaben müssen insgesamt nachgewiesen werden,

Gruppenbehandlungen unter Supervision

Die Teilnehmenden verantworten die Organisation der eigenständigen Gruppenbehandlung. Sie können hierbei in begrenztem Umfang Gruppenbehandlungen im Rahmen der Institutsambulanz durchführen. Anrechnungsfähig sind ambulante Gruppenbehandlungen, für die eine Konzeption einer tiefenpsychologisch fundierten Gruppenpsychotherapie bzw. einer analytischen Gruppenpsychotherapie nachgewiesen wird.

Der Beginn einer Gruppenbehandlung kann nach Bewilligung des Antrags auf Behandlung (Lehrgruppenantrag) erfolgen.

Die Supervision der Gruppenbehandlung muss kontinuierlich, während der durchgeführten Gruppenpsychotherapiebehandlungen, stattfinden. Sie ist bei anerkannten Supervisoren und Supervisorinnen des IfP Potsdam durchzuführen.

Theorie

Die Theoriekurse werden in Gruppen von max. 20 Teilnehmenden an 8 Wochenendtagen über einen Zeitraum von 12 Monaten durchgeführt. Vermittelt werden insgesamt 24 Doppelstunden Theorie. Externe Teilnehmende können den Grundkurs „Modelle und Behandlungskonzepte der Psychotherapie in Gruppen“ im Umfang von 4 Doppelstunden als Gasthörer besuchen.

Selbsterfahrung in der Gruppe

Für Teilnehmende wird eine Selbsterfahrungsgruppe als Blockveranstaltung im Umfang von mindestens 40 Doppelstunden angeboten.

Gebühren & Finanzierung

Gebühren und Finanzierung (Basismodul nach Psychotherapievereinbarung):

Gebühren und Finanzierung (D3G Qualifikation, inkl. Basismodul):

Bewerbung

Bitte reichen Sie folgende Unterlagen postalisch oder per Email ein:

Nach Prüfung Ihrer Bewerbungsunterlagen findet ein Aufnahmegespräch statt, das über die Zulassung zur Zusatzqualifikation entscheidet. Nach positivem Aufnahmevotum wird Ihnen durch die Geschäftsstelle der Weiterbildungsvertrag zugesandt.

Information und Anmeldung

Kurse in diesem Curriculum

Grundkurse

Kurse
Grundlagen allgemeiner und psychodynamischer Körperpsychotherapie
Nebenwirkungen und unerwünschte Wirkungen von Psychotherapie
Literaturseminar Grundkurs
Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik und Fokusbildung
Psychodynamische Behandlungskonzepte II: Konflikttheorie, Konfliktdynamik und konfliktorientierte Behandlung
Bindung – Attachment
Krisenintervention, Suizidalität und Notfälle
Rechtliche und ethische Rahmenbedingungen in der Psychotherapie
Anamneseerhebung in der Psychodynamischen Psychotherapie
Erstinterview und Gesprächsführung, Reinszenierung, Übertragung - Gegenübertragung
Säuglingsforschung und Theorie der psychischen Entwicklung
Psychoanalytische Entwicklungstheorien II: Abwehrmechanismen
Psychoanalytische Entwicklungstheorien IV: Selbstpsychologie
Behandlungskonzepte und Methodik psychodynamischer Psychotherapie
Psychodynamische Hypothesenbildung
Modelle und Behandlungskonzepte der Psychotherapie in Gruppen
Psychoanalytische Entwicklungstheorien I: Triebpsychologie
Systemische Grundlagen und systemische Modelle psychischer Störungen
Psychoanalytische Entwicklungstheorien VI: Relationale Psychoanalyse und Intersubjektivität
Das Unbewusste
Erhebung des psychopathologischen Befundes
Psychoanalytische Entwicklungstheorien III: Objektbeziehungstheorie
Psychodynamische Modelle von Ätiologie und Pathogenese psychischer Störungen – Neurosenpathologie
Psychotherapieforschung in Psychodynamischen Verfahren
Einfühlung als therapeutische Haltung: Mentalisieren und Regression erfahrbar machen Teil 1
Vertiefte Ausbildung

Kurse
Kompaktcurriculum Prüfungsvorbereitung I und II: Medizinische Grundlagen
Körperorientierte Diagnostik
Spezielle psychodynamische Krankheitslehre II: Psychodynamische Behandlung von Hysterien und Konversionsstörungen
Kompaktcurriculum Prüfungsvorbereitung VI: Verhaltenstherapie
Psychodynamische Behandlungskonzepte VII: Psychodynamische Traumakonzeptionen und Behandlungsstrategien bei Realtraumatisierung
Kompaktcurriculum Prüfungsvorbereitung IV: Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Psychodynamische Behandlungskonzepte IV: Relationale Psychoanalyse und Intersubjektivität
Mentalisieren – Theoretische Grundlagen und Behandlungstechnik
Literaturseminar
Spezielle psychodynamische Krankheitslehre IV: Posttraumatische Belastungsstörungen
Psychodynamische Behandlungskonzepte III: Strukturpathologie und Strukturbezogene Psychotherapie
Spezielle psychodynamisch Krankheitslehre I: Essstörungen
Spezielle psychodynamische Krankheitslehre VII: Angst- und Panikstörungen
Spezielle psychodynamisch Krankheitslehre V: Narzissmus und narzisstische Pathologie
Indikation und Differentialindikation psychodynamischer Behandlungen
Kompaktcurriculum Prüfungsvorbereitung III: Psychopharmakologische Grundlagen
Bedeutung der Supervision für den Behandlungsprozess
Psychodynamische Behandlungskonzepte VI: Interpersonelle Störungsmodelle (MBT, TFP, psychoanalyt.-interakt. Methode)
Kasuistisch-Technische-Seminare
Spezielle psychodynamische Krankheitslehre III: Psychosexuelle Entwicklung, Sexualitäten und Varianten der Sexualität zwischen Normativität und Pathogenität
Affektresonanz und Affektregulation
Kompaktcurriculum Prüfungsvorbereitung V: Diagnostik ICD-10
Spezielle psychodynamische Krankheitslehre XI: Depressionen
Psychodynamik Psychosomatischer Störungsbilder - Somatoforme Störungen, Schmerzstörungen
Einleitung psychodynamischer Behandlungen und Behandlungsvertrag
Wie erreichen wir Veränderungen in der psychodynamischen Psychotherapie
Psychodynamische Psychotherapie Älterer
Beendigung psychotherapeutischer Behandlungen
Berichterstellung im Antragsverfahren
Körperorientierte Psychotherapie bei Psychosomatosen und Somatisierungsstörungen
Einführung in die psychodynamische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Interkulturalität und Kultursensible Psychotherapie
Psychoanalytische Entwicklungstheorien V: Analytische Psychologie
Spezielle psychodynamisch Krankheitslehre VI: Borderline Pathologie und Borderline Störungen
Arbeit mit Träumen in der psychodynamischen Psychotherapie
Spezielle psychodynamische Krankheitslehre X: Psychodynamische Psychotherapie bei Psychosen
Fokusbildung und Fokaltherapie
Psychodynamische Behandlungskonzepte VIII: Technik der Deutung
Psychodynamische Behandlungskonzepte I: Übertragung und Gegenübertragung in psychodynamischer Behandlung
Körperpsychotherapeutische Behandlungstechnik in psychodynamischen Verfahren
Spezielle psychodynamische Krankheitslehre XII: Zwangserkrankungen
Missbrauch und Abhängigkeit unter Einbeziehung nichtstofflicher Süchte
Einfühlung als therapeutische Haltung: Mentalisieren und Regression erfahrbar machen Teil 2
Freie Spitze

Kurse
Institutsplenum
Körperorientierte Gruppenselbsterfahrung
Einführung in die Ausbildung
Mentorenprogramm für Neukandidaten
Willkommen & Abschied
Einführungs- und Orientierungsveranstaltung für Neukandidaten
Indikationsspezifische Methodik in der Körperpsychotherapie
Einführung in das Curriculum
Öffentliche Vortragsreihe
Rahmenbedingungen der Ambulanzbehandlungen (findet 2 x jährlich statt)
Psychoanalytische Werkstatt
Psychoanalyse und Film
Umgang mit Grenzverletzung in der Aus- und Weiterbildung
Abschlusskolloquium
Therapie Slam